Der Flügelschlag der Geschichte | Kalmar

Der Flügelschlag der Geschichte

Fast überall im Zentrum von Kalmar wird man an die Bedeutung erinnert, die die Stadt einmal hatte. Viele historische Denkmäler und behutsam restaurierte Gebäude sind aus dieser Zeit erhalten geblieben.

Im Mittelalter war Kalmar eine der wichtigsten Städte des Landes. Hier blühte der Handel, und es fanden wichtige politische Treffen statt. Das bekannteste ist das Unionstreffen von 1397, bei  dem die Kalmarer Union gebildet wurde. Sie vereinte Schweden, Dänemark und Norwegen in einem Reich, bis Schweden 1523 aus der Union ausbrach und Gustav Wasa zum König gewählt wurde.

Kalmars Verteidigungsburg, die sich später zum Kalmarer Schloss entwickeln sollte, war im Mittelalter Schwedens modernste Festung. Lange Zeit diente das Schloss als starke Verteidigungsanlage des Reiches. Unter anderem spielte es eine wichtige Rolle im Kalmarkrieg, einem der dramatischsten Ereignisse in der Geschichte von Kalmar. Die Stadt wurde damals von den Dänen eingenommen und verwüstet.

Im Jahr 1640 entschied man daher, den Stadtkern von seiner damaligen Lage am Schloss und der Schlossförde ins heutige Zentrum Kvarnholmen umzusiedeln. Die Kalmaraner sträubten sich zunächst, aber nach einem Großbrand im Jahre 1647 wurde der Beschluss verwirklicht. Der neue Stadtkern war von Wallgräben und Befestigungsanlagen umgeben. Im Zentrum stand der Dom, heute eine der besterhaltenen Barockkirchen von Nordeuropa.

Auch große Teile der alten Stadtmauer sind in Kvarnholmen erhalten geblieben, wie auch eine Reihe von Gebäuden aus dem 17. Jahrhundert und danach. Das richtig alte Kalmar können Sie im Stadtteil Gamla Stan entdecken. Die eigentliche Altstadt liegt einen halben Meter unter der Erdoberfläche, stattdessen kann man hier heute gewundene Gassen, wunderhübsche alte Häuser und den Rest der ursprünglichen mittelalterlichen Stadtmauer bewundern.